Skip to content
Casa da Música

Porto

Casa da Música

©

Der große Saal der Casa da Música, die Sala Suggia, gehört zu den wenigen Konzertsälen, in denen man bei reinem Tageslicht musizieren kann. Der Niederländer Rem Koolhaas entwarf das Gebäude für Porto, ausgehend von einem Plan für ein Wohnhaus. Von innen sehen Sie es bei einer Führung oder mit Audioguide, vielleicht auch bei einer Probe.

Vor dem Besuch

  • Besuchsdauer1 h
  • RuhetagKeiner

Die Sala Suggia und die Säle der Casa da Música

Das Gebäude ist ein Block aus weißem Beton an der Avenida da Boavista. Durch seine Mitte zieht sich der große Saal, vom zweiten bis zum vierten Stock, und die kleineren Räume gruppieren sich darum herum.

Die Sala Suggia

Die Sala Suggia der Casa da Música: Reihen heller Sitze vor einer beleuchteten Bühne mit Orchesteraufbau, unter Wänden aus gemasertem Holz und einem langen Fenster aus gewelltem Glas
Die Sala Suggia, der große Saal Foto: Joseolgon, CC BY 4.0

Der große Saal hat 1.238 Plätze und ist nach Guilhermina Suggia benannt, einer in Porto geborenen Cellistin, die im frühen 20. Jahrhundert in ganz Europa Karriere machte.

Sieben Fenster öffnen den Saal, einige nach draußen, andere in die umliegenden Räume, und durch sie kann man hier bei reinem Tageslicht musizieren. Das Glas ist gewellt, was den Klang verteilt und ausgleicht.

Holz und Sitze der Sala Suggia

Ein vergoldetes Orgelgehäuse mit silbernen Pfeifen an der goldgemusterten Holzwand der Sala Suggia, daneben eine Reihe Bühnenscheinwerfer
Das Orgelgehäuse an der Kiefernwand des Saals Foto: Joseolgon, CC BY 4.0

Aus der Nähe sehen Sie, dass Wände und Decke aus nordischer Kiefer bestehen; selbst den Stoff der Sitze hat man danach ausgesucht, wie er den Klang beeinflusst.

Die Sitze haben einen besonderen Kniff: Sie lassen sich zur Seite schieben, sodass Sie die Mitte einer vollen Reihe erreichen, ohne dass jemand aufstehen muss.

Sala 2, die gefliesten Räume und die Terrasse der Casa da Música

Beginnen Sie im Foyer im ersten Stock unter dem großen Saal. Durch die perforierte Aluminiumwand können Sie Proben beobachten, und in sechs kleinen Räumen erleben Sie Solisten und kleine Ensembles.

Im vierten Stock hat der Cybermusic-Raum ein Fenster zur Bühne der Sala Suggia. Das Fenster lässt sich öffnen, wenn das Programm es zulässt, auch bei Proben und Konzerten tagsüber. Die Sala Renascença auf derselben Etage ist mit blauen, grünen und weißen Fliesen ausgekleidet.

Der zweite Saal, die Sala 2, liegt ein Stockwerk höher, mit 300 Sitzplätzen oder Platz für 650 Personen im Stehen. Seine Wände bestehen aus perforiertem Sperrholz, rot gefärbt, und ein riesiges Südfenster tönt das Tageslicht rötlich.

Auch der VIP-Raum im sechsten Stock ist gefliest, mit Fliesenbildern nach dem Vorbild portugiesischer und niederländischer Keramik des 16. und 17. Jahrhunderts. Von dort reicht der Blick von der Spitze des Torre dos Clérigos bis zum Atlantik.

Ganz oben machte Koolhaas aus einem Technikgeschoss eine Terrasse, einen Platz im Gebäudeinneren unter einem Oberlicht, das sich öffnen lässt.

Casa da Música: Führungen, Tickets und Öffnungszeiten

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Haus von innen zu sehen. Die Führung kostet 12 € und dauert etwa eine Stunde, in Gruppen von bis zu 35 Personen. Bei der Open Tour für 10 € gehen Sie allein durchs Haus und rufen die Audioguides über QR-Codes ab; bringen Sie Kopfhörer mit.

Führungen auf Englisch buchen Sie online und wählen dort aus den angebotenen Zeiten. Die Führungen auf Portugiesisch, Spanisch, Französisch und Italienisch beginnen um 11 und 15 Uhr; Tickets dafür gibt es nur an der Kasse. Keinen der beiden Besuche verkauft Tiqets, und keiner ist in einem Porto-Pass enthalten.

Die Führung richtet sich nach den Proben und Konzerten des Tages. Der Faltprospekt des Hauses nennt die Sala 2, den Cybermusic-Raum, den VIP-Raum und die Terrasse, doch in welche davon Sie hineinkommen, kann sich ändern.

Auch bei der Open Tour ist nichts garantiert, und das Haus nennt nicht, welche Räume dazugehören. Wenn Sie die Konzertsäle sehen wollen, fragen Sie an der Kasse im ersten Stock.

Gebäude und Kasse
Täglich 9.30–18 Uhr; an Konzerttagen bis zum Ende der Vorstellung geöffnet
Open Tour
Täglich 10–17.30 Uhr; 10 €; einen Kinderpreis nennt das Haus nicht
Führungen
Englisch: Zeiten online; Portugiesisch, Spanisch, Französisch und Italienisch: 11 und 15 Uhr
Kinder (Führung)
Unter 12 Jahren frei mit einem zahlenden Erwachsenen; 5 € von 13 bis 18 Jahren
Café
Täglich 9–22 Uhr, mit einer kleinen Bühne für junge Musiker
Restaurant
Montag bis Samstag; Mittagessen 12.30–15 Uhr, Abendessen ab 19.30 Uhr
Parkplatz
644 Plätze in der Tiefgarage, rund um die Uhr geöffnet

Alle Bereiche des Gebäudes sind per Aufzug oder Rampe erreichbar. Gruppen ab 15 Personen können Zeit und Sprache im Voraus gesondert buchen.

Koolhaas und der Wettbewerb um die Casa da Música

Porto wählte Rem Koolhaas und sein Büro OMA 1999 in einem Wettbewerb mit 26 Einsendungen aus, für das Jahr 2001, in dem es Kulturhauptstadt Europas war. In der Jury saßen Álvaro Siza und Eduardo Souto de Moura, die beiden portugiesischen Architekten, die den Pritzker-Preis, die höchste Auszeichnung der Architektur, gewonnen haben.

In die engere Wahl kamen drei Architekten: der Franzose Dominique Perrault, der in Uruguay geborene Rafael Viñoly und Koolhaas.

OMA nahm ein früheres Projekt, das Y2K-Haus mit rund 200 Quadratmetern, und arbeitete es zu einem Gebäude von fast 38.000 Quadratmetern um. 2005 wurde es eröffnet, zwei Jahre später erhielt es eine Auszeichnung des RIBA, des Royal Institute of British Architects.

Zu Fuß von der Casa da Música hinunter zum Douro bei Massarelos

Die Casa da Música liegt an der Avenida da Boavista 604–610, nordwestlich des Zentrums, mit einer Metrostation direkt am Haus (Linien A, B, C, E und F). Zum Serralves-Museum, dem Museum für zeitgenössische Kunst mit Park, nehmen Sie den Bus 504 oder den Metrobus neben der Station oder gehen etwa 45 Minuten zu Fuß.

Stadtpässe

Porto-Pässe

Wählen Sie, was zu Ihrer Reise passt. Die Preise gelten pro Erwachsenem, die Daten wählen Sie auf der nächsten Seite.

Zuletzt aktualisiert: