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Aquädukt Águas Livres

Lissabon · −50%

Aquädukt Águas Livres (Aqueduto das Águas Livres)

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Auf dem Aqueduto das Águas Livres gehen Sie quer über das Tal von Alcântara, bis zu 65 Meter über dem Boden. Sein Großer Bogen ist laut EPAL, Lissabons Wasserversorger, der größte spitze Steinbogen der Welt. Das 1731 begonnene Aquädukt überstand das Erdbeben von 1755. Mit der Lisboa Card zahlen Sie für das Ticket die Hälfte.

Oben auf dem Aquädukt Águas Livres

Hinter dem Tor stehen Sie auf einer Bogenreihe von 941 Metern Länge mit 35 Bögen über dem Tal. Der größte ist der Große Bogen, rund 65 Meter hoch und fast 29 Meter breit.

Der Weg ist laut Besuchern rund einen Kilometer lang: auf einer Seite der Bogenreihe hinaus, auf der anderen zurück, ein Teil davon in 65 Metern Höhe.

In den letzten Jahren hatten Besucher die Bögen fast für sich; einer schrieb: „niemand außer einem gelangweilten Wachmann“. Es kann dort oben windig sein, und einer fasste die Höhe so zusammen: „hoch, aber nicht beängstigend“.

Das Tor liegt an der Calçada da Quintinha 6 in Campolide, neben einem kleinen Park mit Ausstellung und Infotafeln, und Besucher sagen, es sei schwer zu finden. Den Besuch betreibt das Wassermuseum (Museu da Água) der EPAL. Es hat einen weiteren Standort in Barbadinhos am anderen Ende der Stadt; verwechseln Sie die beiden nicht.

Tickets für das Aquädukt Águas Livres und Öffnungszeiten

Der Rundgang ohne Führung kostet 4 €, Studierende und Personen über 65 zahlen die Hälfte. Unter 18-Jährige haben freien Eintritt, ebenso Menschen mit eingeschränkter Mobilität in Begleitung.

Am ersten Sonntag des Monats ist der Eintritt für alle frei, ebenso am 22. März (Weltwassertag), 18. April, 18. Mai, 5. Juni und 1. Oktober. Die Seite der EPAL mit den Öffnungszeiten nennt zusätzlich den 1. Juni.

Geöffnet
Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, laut Öffnungszeiten der EPAL
Letzter Einlass
Seien Sie bis 17 Uhr da: Das Fremdenverkehrsamt nennt das als letzten Einlass und 17.30 Uhr als Schließung
Geschlossen
Montags, 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember; die EPAL sagt außerdem, an Feiertagen sei geschlossen
Buchung
Keine für den Rundgang ohne Führung; Führungen nur nach Vereinbarung

Wer die Lisboa Card (31 € für 24 Stunden) hat, zahlt hier die Hälfte, und die Carris-Busse nach Campolide, die 742, 751 und 758, sind mit der Karte nutzbar.

Rezensenten sagen, das Ticket kaufe man am Eingang. Warten Sie aber nicht zu lange: Ein Besucher, der 2022 noch vor 17 Uhr kam, fand das Aquädukt bereits geschlossen.

Führungen über die Bögen kosten 6 €, sonntags und an Feiertagen das Doppelte, und müssen vorab gebucht werden. Die Führung O Aqueduto de Lisboa braucht mindestens 10 Personen und lässt sich daher nicht zu zweit buchen.

Das Aquädukt Águas Livres unter König Johann V. und die Legende von Diogo Alves

Johann V., damals König von Portugal, ließ das Aquädukt bauen, um die Stadt mit Wasser zu versorgen; die Arbeiten dauerten von 1731 bis 1799. Sie waren noch im Gang, als das Erdbeben von 1755 einen großen Teil Lissabons zerstörte, und das Aquädukt hielt ihm stand.

Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste das ganze System rund 58 Kilometer, mit einer Hauptleitung von 14 Kilometern, und das System versorgte Lissabon bis in die 1960er Jahre.

Mit den Bögen verbindet sich auch eine dunklere Geschichte. Diogo Alves, ein 1841 hingerichteter Mörder, soll seine Opfer von oben hinabgeworfen haben.

Die Quellen sind sich uneins, wann der Weg über die Bögen für die Öffentlichkeit gesperrt wurde und ob Diogo Alves der Grund war. Das Wassermuseum hat eine Themenführung über ihn angeboten, um Tatsachen von Legende zu trennen.

Die Mãe d’Água, das Stadtreservoir des Aquädukts Águas Livres

Steinsäulen und Gewölbe rund um das Wasserbecken im Reservoir Mãe d'Água
Im Inneren der Mãe d'Água das Amoreiras Foto: Martinvl, CC BY-SA 4.0

Das Reservoir in Amoreiras ist ein gesonderter Besuch, vom selben Wassermuseum betrieben. Es hat ein separates Ticket zum gleichen Preis und mit der gleichen Ermäßigung für Karteninhaber.

Hier erreichte das Wasser des Aquädukts die Stadt. Der Architekt Carlos Mardel entwarf das Reservoir und starb 1763, noch vor der Fertigstellung. Ein anderer Architekt, Reinaldo Manuel dos Santos, übernahm 1771, und das Dach folgte erst 1834.

Im Inneren fällt Wasser in ein 7,5 Meter tiefes Becken für 5.500 Kubikmeter, aus dem vier Steinsäulen aufragen. Obenauf liegt eine Terrasse mit Blick über die Stadt.

Im selben Komplex liegt die Immersivus Gallery, eine Show mit immersiven Projektionen eines anderen Betreibers; Inhaber der Lisboa Card zahlen dort 15 % weniger.

Anreise zur Mãe d'Água

Adresse
Praça das Amoreiras 10
Metro
Rato
Busse
706, 709, 711, 727, 738 und 758; die 758 hält auch am Aquädukt
Zu Fuß
Rund 20 Minuten vom Aquädukt, nach der Schätzung eines Besuchers
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